Riccardo Simonetti über Britney, Vorurteile und die Stimmung unter den Influencer

Riccardo Simonetti

Riccardo Simonetti gründete seinen Blog The Fabulous Life of Ricci um seine Ansicht auf Mode, Kunst und Tagträumen zum Ausdruck zu bringen. Seine Liebe zum Schreiben erkennt man bei den Beiträgen sofort, er nimmt sich dem leichtlebigen Alltag der Fashionindustrie ebenso an, wie den gesellschaftskritischen Themen. So veröffentlichte er unlängst einen Artikel über die Konsequenzen von „Hater“ Kommentaren, den Beiträgen von Usern, die ihn oft filterfrei kritisieren. Der Blogger möchte mit seinen Texten Menschen erreichen und inspirieren, sich selber eine Stimme geben und diese via Blog nutzen. Zwischen Kunst, Mode und Kritik findet er sich so seinen ganz eigenen Weg in der großen Welt der Influencer und Künstler. Wir haben dem Tagträumer ein paar Fragen gestellt, die – wie er selbst – die Wahrheit ans Licht bringen.

 Was ist Deine Lieblingsstunde?

Da mein Tag immer anders aussieht, habe ich keine bestimmte Stunde – aber der Moment, nachdem aufstehen, in dem ich ganz laut Britney Spears über Kopfhörer höre und noch im Pyjama aussuche was ich anziehen soll, gehört definitiv zu meinen alltäglichen Highlights.

Welchen Charakterzug verachtest Du bei anderen?

Ich mag es nicht, wenn man bei Menschen nicht weiß, woran man ist.

 Deine häufigste Lüge?

Sorry, dass ich zu spät bin, es war so viel Verkehr! 😉

Welchen Ratschlag erhältst Du immer wieder?

 Bleib, wie du bist!

Schwitzen oder frieren?

 Wenn ich friere, weiß ich zumindest in der Regel, dass ich ein geiles Outfit trage!

 Welchen Namen hättest Du Dir selbst gegeben?

 Lindsay Lohan.

 Was oder Wer hat dir am meisten geholfen, dahin zu kommen, wo du momentan bist?

Wahrscheinlich meine drei Teenie Heldinnen Lindsay, Paris und Britney. Was für die 90er-Jahre Supermodels waren, waren für die 2000er die It Girls. Und jemanden zu sehen, der sein Ding durchzieht, egal ob ganz viele Menschen in Form von Magazinen oder Medien über einen herziehen, war etwas, mit dem ich mich als Junge, der in einer Kleinstadt aufgewachsen ist, unglaublich gut identifizieren konnte. 

Du bist viel in der Fashionwelt und Künstlerszene unterwegs, auf welchen Widerstand triffst du?

 Die Leute sehen nur das perfekte Bild und die überdrehte Version von einem selbst – den Glamour jeden Abend in einer anderen Stadt zu sein. Und das ist auch gut so! Warum sollte sich jemand für einen interessieren, wenn sie wüssten, mit viel Arbeit und Druck dieser Weg gespickt ist? Gerade als unkonventioneller Junge stößt man selbst in der Branche sehr oft auf Vorurteile und die Steine, die einem in den Weg gelegt werden sind manchmal so groß, dass es nahezu unmöglich ist sie aus dem Weg zu räumen – also gilt es sie mit einem Lächeln zu umgehen und dabei der Mensch zu bleiben, der man ist. Das ist definitiv nicht immer einfach, aber ich lebe für das, was ich tue und deswegen ist das absolut ein Preis, der es wert ist gezahlt zu werden.

 Es hat sich eine regelrechte Blogger Community entwickelt, die sich auf den Events und Fashion Shows trifft. Wie empfindest Du die Stimmung unter den Influencern, gibt es Konkurrenzverhalten oder Neid?

Viele betrachten sich als klassische Kollegen und nur ganz selten als Konkurrenten – ich versuche mich da meist rauszuhalten, weil es einem sowieso schon schwer fällt in Zeiten von Likes und Followern ständig verglichen zu werden. Wenn man einen Weg gehen möchte, den vorher noch nie jemand vor einem auf die Art und Weise gegangen ist, positioniert man sich auch viel schneller als jemand, der als unvergleichlich gilt und das ist genau das, was ich sein möchte.

Vielen Dank an Riccardo für das Interview!

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